Sachsen-Anhalt-Exkursion der Hochschule für Forstwirtschaft

vom 21. Mai bis zum 26. Mai 2007


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Tag 5:Freitag, den 25.05.2007 VORMITTAGS

Protokollanten: Florian Manns, Johann Kurtz, Ingo Rothe, Johannes Brändle

 

Der Ausgangspunkt unserer Exkursion war das „Kornhaus“ am Dessauer Elbufer. Uns führte diesen Vormittag Frau Dr. Astrid Eichhorn. Sie ist Leiterin des Naturschutzprojektes Mittlere Elbe, welches zu 10 % vom Projektträger WWF, ihrem Arbeitgeber mitfinanziert wird.
Da wir am Donnerstag die Bauhausbauten  in Dessau nur von außen besichtigt hatten und auf die Architektur nicht im Detail eingegangen sind, führte uns Frau Dr. Eichhorn in die architektonischen Besonderheiten und die Geschichte des Bauhauses ein. Das Kornhaus ist ein Teil des UNESCO-Weltkulturerbes Bauhaus. An dem Ort des heutigen Kornhauses stand zuvor ein Kornspeicher, welcher auch schon als Gaststätte genutzt wurde und dann jedoch abbrannte. Für den Wiederaufbau wurde eine Ausschreibung für Architekten herausgegeben, welche zu mehreren Angeboten führte. Aus Kostengründen wurde aber nicht der erste Platz baulich verpflichtet, sondern das günstigere Projekt von Karl Fieger. Dieses Projekt wurde im für damalige Zeiten revolutionärem Bauhausstil verwirklicht. Dieser Baustil ist gut an den typischen, großen, zahlreichen, von Metall gerahmten Fenstern, den schlichten Außenfassaden und der klar zu erkennenden Struktur des Gesamt-Bauwerks zu erkennen. Heute wird das Kornhaus wieder als Gaststätte genutzt.

Nach dem kulturell geprägten Beginn unsere Exkursion führte unser Weg an der Elbe entlang in das Biosphärenreservat. Ein Biosphärenreservat ist ein von der UNESCO und eben nicht vom Staat, wie z. B. ein Nationalpark, vergebener Begriff. Eine der Abgrenzungen zum Nationalpark ist, dass in einem Biosphärenreservat durch Menschen geprägte, ökologisch besonders wertvolle Kulturlandschaften erhalten werden sollen. Es gliedert sich in verschiedene Schutzzonen. Wobei die Kernzone, in der das Totalreservat liegt, 3 % der Gesamtfläche betragen sollte.

Das Naturschutzgroßprojekt Mittlere Elbe umfasst eine Fläche von 9.050 ha und erstreckt sich über 33.5 Elbkilometer. Von den 9.050 ha Projektgebiet sind 5.795 ha Projektkerngebiet, davon 2.750 ha Auewaldgebiet. 600 ha sind potenzielle Deichrückführungsflächen mit einer ca. 7 km langen Deichtrasse.
Das bereits 1926 gegründete Naturschutzgebiet, ist heute somit das größte zusammenhängende Auewaldgebiet Mitteleuropas. Finanziert wird das Projekt mit 15 Mio. Euro, wovon 75 % der Bund, 15 % das Land Sachsen-Anhalt und 10 % der Projektträger WWF trägt. Frau Dr. Eichhorn führte weiter aus, dass aufgrund der infrastrukturellen Probleme, die sich auch in einer Arbeitslosigkeit von 25 % wiederspiegelt, leider kein regionaler Projektträger gefunden werden konnte. Dieser wäre jedoch in Hinsicht auf die Akzeptanz in der Bevölkerung sehr wichtig. Das Projekt wurde 2001 gestartet und läuft bis Dezember 2013. Es wurde weiter ausgeführt, dass eine Arbeitsgemeinschaft aus 60 Personen besteht, welche zusätzlich von mehren Arbeitskreisen unterstützt wird. Sie befassen sich in erster Linie mit politischen und wassertechnischen Problemen. Unsere sehr engagierte Exkursionsführerin vermittelte uns auch, dass man als Leiterin eines solchen Projektes sehr viel verwaltungstechnische Arbeiten erledigen muss. Sehr viele Behördengänge fallen an, und es müssen auch viele juristische Fragen geklärt werden wie z. B. Eigentumsverhältnisse an Flächen oder die Verkehrssicherungspflicht für Wanderwege. Dadurch, dass sich Teile des Naturschutzgroßprojektes bis an das Gartenreich bei Dessau erstrecken, kommt es auch immer wieder zu Konflikten zwischen Natur- und Denkmalsschutz.

Die Projektfläche verfügt über viele schützenswerte Besonderheiten. So umfasst die Fläche einen der letzten noch weitgehend zusammenhängenden Auenwaldbestände der Elbe. Die ungeheure Artenvielfalt, die auf eine naturschonende Nutzung des Gebietes zurückzuführen ist, sichert der letzten heimischen Biberpopulation in Mitteleuropa das Überleben in ihrem ursprünglichen Lebensraum. Dieser Biberbestand geht aus einer Restpopulation, die noch vorhanden war, hervor. Die feste Population umfasst 40 Biberreviere,  dann ist die Lebensraumkapazität ausgereizt. Die Elbbiber dringen mittlerweile bis in Kleingärten vor und werden zu so genannten „Problembibern“.

Da der Biber hier keine natürlichen Prädatoren hat, sieht man vom Immigranten, dem Amerikanischen Nerz (Mink) einmal ab, werden vollständige Biberfamilien gefangen.
Diese Familien werden in Wiederansiedlungsgebiete verschickt. Eines dieser Biberreviere ist als Biberfreianlage für Besucher zugänglich. Es wird unter anderem von einem Biberförderverein betreut. Ein weiterer seltener Bewohner des Schutzgebietes ist der Fischadler. Dieser ist mit einem Brutpaar seit diesem Jahr vertreten und brütet auf einem ehemaligem Hochspannungsmasten, der mit einer Nisthilfe versehen wurde. Es bestehen Hoffnungen, dass sich weitere Brutpaare ansiedeln. Des Weiteren gibt es einen sehr hohen Schwarz- und Rehwildbestand, welcher aber jagdlich reguliert werden muss. Die Bejagung wird durch private Jäger durchgeführt, welche je 75 ha besitzen, um dort 6 Rehe und 20 Sauen zu erlegen.

Um eine Beunruhigung der Horste der Greifvögel zu vermeiden, müssen die Jäger eine Horstschutzzone von 150 m einhalten. Durch hohe Totholzanteile gibt es auch einen großen Insekten- und Vogelbestand. So kann z. B. der Heldbock, ein in Wirtschaftswäldern fast ausgestorbener Käfer, der auf geschädigte Eichen angewiesen ist, hier noch überleben. Die Unterschutzstellung des Gebietes allein ist keine Garantie für die langfristige Sicherung dieses einzigartigen Lebensraumes. Vielmehr müssen Maßnahmen ergriffen werden, welche eine eigendynamische Entwicklung von Gebieten ohne ständige Interventionen des Menschen ermöglichen. So lassen sich folgende Hauptziele des Projektes ableiten. Diese sind zum einen die Sicherung und Renaturierung eines durchgehenden Verbundes echter, überflutbarer Auewälder von der Mulde- bis zur Saalemündung und des weiteren der nachhaltige Schutz der dort vorkommenden auentypischen Tier- und Pflanzenarten, Gesellschaften und Lebensgemeinschaften.

Frau Dr. Eichhorn führte uns also an Maßnahmenflächen, die zur Verwirklichung dieser Ziele führen sollen. Zu erst sahen wir eine Waldentwicklungsmaßnahme, in der es darum geht, eine natürliche Stieleichen-Waldgesellschaft (Quercus robur L.) wieder herzustellen. Die ehemalige Grünlandfläche wurde dafür gezäunt und gepflügt, um eine Eichensaat einzubringen. Bis die Fläche als gesichert angesehen werden kann, muss sie jährlich gemäht werden. Danach wird sie vollständig sich selbst überlassen. Eine weitere Waldentwicklungsmaßnahme ist die konsequente Zurückdrängung der Rot-Esche (Fraxinus pennsylvanica Marsh.), damit der Anteil der „Fremdländer“ unter 30 % gehalten werden kann. Die Pennsylvanische Esche wurde in den 50er Jahren aus Nordamerika eingeführt und verursacht durch ihre hohe Vermehrungsrate große Probleme.
Der nächste Programmpunkt war die Saalberghaudüne, auf der sich eine große Magerwiese mit riesiger Artenvielfalt befindet. Diese wird durch jährliches Abmähen und Rechen erhalten. Das abgemähte Gras wird auf die ehemaligen Kiefernstandorte ausgebracht als zusätzlicher Nährstoffeintrag und zur Ausweitung der Magerwiesen. Der weitere Weg der Exkursionsgruppe führte uns zu den Hemersdorfer Wiesen, die sich über 36 ha erstrecken. Diese Wiesen sind geprägt von großen Solitäreichen, welche in früheren Zeiten zur Schweinemast genutzt wurden. Dieses beeindruckende Landschaftsbild wird heute durch extensive Landwirtschaft erhalten. Die Mahd darf auf diesen Flächen erst ab dem 15. Juni durchgeführt werden. Das Leitbild ist hier, die Kulturlandschaft zu erhalten.
Zu DDR-Zeiten wurden hier Gräben zur Entwässerung dieser Flächen angelegt, um sie besser landwirtschaftlich nutzen zu können. Auf Probeflächen wird nun bis 2009 geprüft, ob es möglich ist, diese Gräben sich selbst zu überlassen. Der Kühnauerbruchgraben, welcher sich bis zum Kühnauersee erstreckt, wird probegestaut, um Auswirkungen auf das Grundwassersystem in dem Ort Großkühnau zu untersuchen. Bei den Waldentwicklungsflächen werden noch 20 % bearbeitet. Exemplarisch wurde uns ein Hybridpappelbestand am Kühnauerbruchgraben gezeigt, unter welchem bereits eine gute autochtone Naturverjüngung besteht, so dass hier mit wenig Aufwand wieder ein natürlicher Auewald begründet werden kann.

Aufgrund der viel zu rasch voran geschrittenen Zeit machten wir uns nun auf den Weg zu unserer Fähre, die uns an andere Ufer zum Mittagessen bringen sollte. Alle Exkursionsteilnehmer erreichten sicher das andere Ufer, auch wenn ein paar es vorzogen, die Elbe schwimmend zu durchqueren. In der Elbterrasse bei Brambach konnten wir dann während unseres Mittagessens einen herrlichen Blick auf die Elbe genießen. Nach dem Mittagessen wurde wieder auf die andere Elbseite übergesetzt und wir wanderten nach Großkühnau, wo wir uns von Frau Dr. Eichhorn verabschiedeten, die uns sehr gut geführt hatte.

 

 

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NACHMITTAGS

Protokollanten: Nils Gütle, Nico Schneider, Richard Bauer

 


Stadtführung
Nach einer weiteren Stunde Busfahrt kamen wir gegen 16.30 Uhr bei 31°C im Schatten in Wittenberg an. Dort warteten schon Herr und Frau Stange auf uns, die uns die nächsten zwei Stunden durch die historische Innenstadt von Wittenberg führen sollten.
Die Stadt Wittenberg hat heute etwa 46 000 Einwohner und beherbergt außerdem vier UNESCO Weltkulturerbe-Objekte: das Lutherhaus, das Melanchtonhaus, die Stadtkirche und die Schlosskirche. Trotz des geschichtlichen Hintergrundes ist ein Großteil der Bevölkerung weder protestantisch noch römisch-katholisch. 98% der Jugendlichen gehen nicht zur Erstkommunion oder Firmung, sondern zur Jugendweihe. Dabei werden sie durch private Vereine in einem Vorbereitungsjahr an kulturelle Themen herangeführt.

Unser erstes Bild bot sich vor der Schlosskirche, welche durch Bauzäune eingezäunt war. Auch an der Kirche war der Sturm „Kyrill“ nicht schadlos vorübergegangen. Durch die starken Windböen wurden zwei Ziertürme vom Turm losgerissen, welche auf das Hauptdach und den Vorplatz stürzten. Die Pflastersteine, die den Vorplatz zu DDR-Zeiten zierten, wurden während der Wende in den Westen verkauft und die Fläche asphaltiert. Damals entstand der Spruch „Ach wär` ich doch ein Pflasterstein, käm` schneller ich in Westen rein“. Mittlerweile ist der Vorplatz wieder gepflastert, allerdings stammen diese aus China.

Die Schlosskirche wurde Ende des 13. Jh. erbaut, brannte aber im siebenjährigen Krieg bis auf die Grundmauern nieder. Dabei wurde auch die ursprüngliche Thesentür, an der am 31.10.1517 Martin Luther seine Thesen anbrachte, ein Raub der Flammen. Daher ist nur noch ein Bruchteil des heutigen Inventars aus der Zeit vor dem Brand erhalten.
Im 19. Jh. wurde die Kirche von den Preußen wieder aufgebaut und 1892 eingeweiht. Der Altar der Kirche wurde von Albrecht Dürer gestaltet. Vor dem Altar befindet sich der Stuhl des Kaisers Wilhelm II und daneben die Kurfürstensitze, welche aus Eichenholz gefertigt sind.
Die Kirche dient den zwei Initiatoren der Reformation - Martin Luther und Phillipp Melanchton (griech. = Schwarzerde) - als Grabstätte. Des Weiteren liegen auch die zwei Kurfürsten Friedrich der Weise und Johann der Beständige in der Kirche begraben sowie eine Vielzahl von Professoren der mittelalterlichen Universität von Wittenberg.

Im Lutherjahr 1983 wurde im Rahmen des evangelischen Kirchentages das Inventar der Kirche durch einen Friedensleuchter, welcher eigentlich in katholischen Kirchen typisch ist, bereichert. In der Kirche stößt man des öfteren auf das Wappen von Luther, welches er selber auf der Wartburg entworfen hat. Es zeigt ein schwarzes Kreuz auf rotem Herz, umrandet von einer weißen Rose auf blauem Hintergrund. Des Weiteren ist noch erwähnenswert, dass die Kirche nicht als Volkskirche diente, sondern als Universitätskirche und während des Wiener-Kongresses als Militärkirche.

Auf dem weiteren Weg findet man an den straßensäumenden Häusern über 310 Hinweisschilder auf geschichtlich wichtige Personen, die Wittenberg bereisten oder dort lebten und wirkten. Des Weiteren zieren zwei Bäche (Faulbach, Riechebach) das Stadtbild, welche mittlerweile wieder freigelegt wurden. Im Mittelalter waren diese Bäche große Infektionsherde, da sie zahlreiche Ratten beherbergten und jeder seine Notdurft darin verrichtete. Dies führte dazu, dass in Wittenberg im 16. Jh. die Pest elfmal ausbrach. Das Braurecht unterlag damals der Bevölkerung und deswegen wurde aus den Bächen der Brauwasserbedarf gedeckt. Damit das Wasser am Tag der Entnahmen rein war, wurde am Tag zuvor folgendes verkündet: „Es wird hiermit bekannt gegeben, dass heute keiner in den Bach reinmacht, weil morgen Bier gebraut wird.“ Dies nennt man heute auch scherzhaft das deutsche Reinheitsgebot. Damals war es üblich, pro Tag bis zu 2 Liter Bier zu konsumieren - auch Kinder bekamen schon Bier.
Dazu zwei Zitate Luthers: „ Wer Bier trinkt wird müde, wer müde ist schläft, wer schläft sündigt nicht, wer nicht sündigt kommt in den Himmel - im Himmel gibt es kein Bier, darum trinken wir hier.“ „ Wer nicht liebt Wein, Weib und Gesang, bleibt ein Narr ein Leben lang.“

Die nächste Station war das Anwesen des Lucas Cranach dem Älteren. Es beherbergt 16 Küchen und 84 beheizbare Räume. Cranach war seit 1508 kurfürstlicher Hofmaler, ein tüchtiger Geschäftsmann, hatte mehrere Geschäfte. Des Weiteren war er der reichste Bürger Wittenbergs, dreimal Bürgermeister (1537-1544) und ein guter Freund Luthers sowie der Pate dessen Kinder.

Den nächsten Halt machten wir am Rathaus aus dem 16. Jh., welches nach der Wiedervereinigung schon zweimal renoviert wurde. Es diente auch als Gerichtsgebäude, die Urteile wurden vom Balkon verkündet. Ein Beispiel ist die Räderung einer Frau, die ihren Ehemann und ihre Kinder mit Arsen vergiftet hatte.

Unser Weg führte weiter zur Stadtkirche, die noch wie zu Luthers Zeiten erhalten ist. Erstmals wurde sie 1180 erwähnt, der Bau in seiner jetzigen spätgothischen Form ist zwischen 1412 und 1493 entstanden. Es ist das älteste Gebäude der Stadt, Luthers Hochzeitskirche und Taufkirche seiner sechs Kinder, von denen zwei im Kindesalter starben. Der Altar der Kirche stammt aus dem Jahr 1547 und ist mit Gemälden von Cranach verziert, welche bis heute in den Originalfarben leuchten. Der Kirchplatz diente früher als Friedhof, an was unter anderem noch die Friedhofskapelle aus dem 15. Jh. erinnert. Von dort aus kann man die an der Kirche befindliche „Judensau“ sehen, welche eine Judenverspottung darstellt. Daher errichtete man 1988 ein Mahnmal und pflanzte eine Zeder.

Unser Weg führte weiter zur Universität, welche von 1502 - 1817 die Fakultäten Theologie, Philosophie, Jura und Medizin beherbergte. Der Sitz wurde später nach Halle verlegt. Danach wurde das Gebäude als Kaserne, Pferdestall und Holzlager der Preußen missbraucht.
Auf dem Weg zum Lutherhaus kamen wir am Melanchtonhaus vorbei. Melanchton war als Freund Luthers und Professor der Universität eine wichtige Person der Reformation. Das Gebäude war eine Schenkung der Universität, um den hoch geschätzten Professor in Wittenberg zu halten.
Am Lutherhaus angekommen lasen wir an der Decke des Eingangs den Spruch: “Ich hab einmal des Papstes Dekret allhier zu Wittenberg verbrannt und ich wollt´s wohl noch einmal verbrennen.“

Im Innenhof des heutigen Luthermuseums steht eine Statue seiner Frau Katharina, welche mit einem Rahmen umrandet war, der den Übergang zwischen alter und neuer Welt symbolisieren sollte. Zu Luthers Zeiten diente ihm das ehemalige Augustiner- Eremitenkloster als Unterkunft.

Luther kam erstmals 1508 nach Wittenberg und heiratete dort die Nonne Katharina. „Gott hat es gewollt,  dass ich mich dieser armen Nonne erbarme.“ Die Hochzeit wurde von der Stadt und der Universität bezahlt. Aus der Ehe gingen sechs Kinder hervor. Das Paar boten vielen Studenten eine Unterkunft an,  mit dem es die Haushaltskasse aufbesserte, obwohl Luther ein hohes Einkommen als Professor hatte. Ihr Wohnsitz war 38 Jahre lang das ehemalige Kloster. Luther starb im Alter von 62 Jahren am 18.  Februar 1546 an den Folgen einer Lungenentzündung.

Pünktlich zum Ende unserer Führung setzte ein heftiges Gewitter ein.

Bis zur Abfahrt des Busses hatten wir Gelegenheit zum Einkehren in verschiedene Gastwirtschaften.

Auf der Rückfahrt zur Unterkunft mussten wir uns Herrn Luicks Begeisterung für Architektur beugen und besichtigten noch die Hundertwasserschule in Wittenberg. Diese entstand aus einem Plattenbau (Typ Erfurt 2), welche bei Renovierungsarbeiten umgestaltet wurde.

 

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