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Sachsen-Anhalt-Exkursion der Hochschule für
Forstwirtschaft
vom 21. Mai bis zum 26. Mai 2007
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Tag 3: Mitwoch, 23.05.2007, Vormittags
Protokollanten:
Alexander Römer, Torsten Weis, Benjamin Lessner
Ankunft um 8.30 Uhr auf dem Waldfriedhof der Familie von Kalitsch in
Bärenthoren im Revier 10 Hoher Fläming. Als Einführung gab uns der Förster,
Herr Reis, einen allgemeinen Überblick über das Bundesland Sachsen-Anhalt.
Die Landeshauptstadt ist Magdeburg. Ca. ¼ des Landes ist mit Wald bedeckt,
was einer Fläche von ca. 470.000 ha entspricht. Das Land ist in insgesamt
fünf Forstbetriebe aufgeteilt. Der Forstbetrieb Anhalt bewirtschaftet
37.000 ha Wald mit einem jährlichen Einschlag von 140.000 - 150.000 fm. Durch
den Sturm Kyrill sind 100.000 fm geworfen worden.
Es gibt in Sachsen-Anhalt keine Einheitsforstverwaltung mehr, sondern
Landesbetriebe, welche in Form der LPF die Bewirtschaftung des Privatwaldes
sowie den Forstschutz und Fragen in Sachen Waldbrand betreiben. Der
Landesbetrieb für Privatforsten (LPF) hat 10 Forstämter mit 800
Angestellten. Die Landeswälder werden von der LFB betreut. Die
LandesForstBetriebe (LFB) sind in fünf Betriebsteile aufgeteilt mit etwa
250 Angestellten. Im Vordergrund steht der Abbau von Personal, was sich
auch in der Reviergröße von Herr Reis mit 3000ha widerspiegelt.
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Um 9.00Uhr hörten wir
einen ausführlichen Vortrag von Dr. Pietschmann über das Leben und
Wirken von Friedrich von Kalitsch. Von Kalitsch wurde im Jahre 1858 geboren,
studierte in Eberswalde Forstwirtschaft und übernahm im Jahre 1884 den
Wald von Bärenthoren, welcher eine Holzbodenfläche von 733 ha aufwies.
Das Kiefernrevier war durch
jahrzehntelange Kahlschlagwirtschaft, Streunutzung und Waldweide
zerstört, vorratsarm und wies eine stark gestörte Altersstruktur auf.
Das Durchschnittsalter betrug 27 Jahre, die Böden waren degradiert.
Der forstlich gebildete Kammerherr (1881-1883 in der Forstakademie
Eberswalde) verfügte die Einstellung der Streunutzung und Waldweide. |
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Er
entwickelte eine eigene, sehr anspruchsvolle Form der kahlschlagslosen
Waldwirtschaft. Diese verbindet die Kennzeichnung und Ästung der besten
Stämme und Begünstigung dieser durch Entnahme von Bedrängern. Diese
erfolgte Bestandesweise als Hochdurchforstung - „oft und mäßig“ -, geachtet
wurde auf gleichmäßige Verteilung der Zukunftsbäume. Schlechte
Bestandesteile wurden oft durchforstet, gute Bestandesteile seltener.
Diese Vorgehensweise begünstigte die Entwicklung vorratsreicher Bestände
hoher Qualität bei gleichmäßigem Aufwuchs der ankommenden Naturverjüngung.
Die Einbringung standortsgerechter Laubbaumarten, z.B. heutige
Rotbuchenbestände sind Beispiele einer naturgemäßen Waldwirtschaft, mit
welcher von Kalitsch seiner Zeit weit voraus war. Nach 50 Jahren
zielstrebiger und unbeirrter Vorgehensweise und allen Kritikern zum Trotz war es von Kalitsch
bis 1934 gelungen, den Waldbesitz bei
denkbar geringem Einsatz finanzieller Mittel
durch stetige Vorratspflege
wieder zu höchster Leistung zu bringen.
1923 bekam Friedrich von Kalitsch die Ehrendoktorwürde der Forstlichen
Hochschule Eberswalde verliehen.
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Da von Kalitsch seine
Erkenntnisse nie veröffentlichte, beschrieb Alfred Möller 1920 „die
Kieferndauerwirtschaft“ im Revier Bärenthoren, welches heute für das
norddeutsche Tiefland als Wiege des Dauerwaldes gilt. Während der
Wirtschaftskrise der 20er Jahre konnte von Kalitsch seinen Wald nur
halten, indem er seinen Holzverkauf wesentlich steigerte. In den 40er
Jahren ist durch Waldbrände viel Naturverjüngung verloren gegangen,
welches aber einen guten Nährboden für eine zweite
Naturverjüngungswelle aufwies. Durch Nachbesserung wurde eine
geschlossene Naturverjüngung erreicht. |
Nach der
Wiedervereinigung wurde der komplette Privatwald enteignet und ging in
Besitz der BVVG über. Im Jahre 1998 wurde der komplette Wald durch
Flächentausch und Kauf durch das Land Sachsen-Anhalt übernommen.
Allgemeine
Revierdaten „Hoher Fläming“
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Reviergröße von 3000 ha
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Niederschlag 620 mm pro
Jahr
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Jahresdurchschnittstemperatur 8° C
-
Kontinental geprägt,
atlantische Einflüsse
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Sandbraunerden auf
Grundmoränengebiet
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Jahreseinschlag 13000 -
14000 Fm
-
63% Nadelholz (davon 80%
Kiefer)
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3 Waldarbeiter
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80 % Harvestereinsatz in
Kiefer
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Damwild, Reh- und
Schwarzwild vorhanden
-
400 erlegte Stücke Wild
auf 3000 ha
Waldbilder
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Zuerst wurden wir auf eine Sturmwurffläche geführt, welche komplett
geworfen wurde. Nach dem Sturm wurde das Stammholz komplett
aufgearbeitet, der Schlagabraum komplett von der Fläche entfernt und mit
einjährigen Kiefernsämlingen im Verbund von 2 x 0,4 (0,5) m ausgepflanzt.
Dies entspricht einer Stückzahl pro Hektar von 10000- 11000 Pflanzen.
Problem dabei war, dass die Fläche mit einem Kettenbagger mit
Gesamtgewicht von 30 t befahren wurde, sowie die „moderne
Streunutzung“ in Form von Schlagabraumbeseitigung und Entfernung der
Stöcke. Die Sämlinge wurden nach dem Huf´schen Pflanzverfahren
gesetzt. Allerdings kamen die Pflänzchen aus dem Kühlhaus bei 2° C und
wurden im April bei 30° C Bodentemperatur eingesetzt, was den Ausfall
von fast allen Pflanzen zur Folge hatte. |
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Andere Bestände, welche uns noch vorgeführt wurden, zeigten alle ähnliche
Probleme. Bei zu starker Lichtzufuhr beginnt die Fläche zu vergrasen und
die Kiefern-Verjüngung kommt nicht durch. Laubholzbeimischung scheint
ohne Zaunbau unmöglich zu sein, da die Wilddichte extrem hoch ist. Die
jungen Pflanzen werden folglich komplett verbissen. Somit ist eine
Melioration des Bodens ohne Düngung nicht zu erreichen. Das einzige
Laubholz, welches nicht verbissen wird, ist die spätblühende
Traubenkirsche (Prunus serotina Ehrh.), welche als Neophyt eigentlich nicht
erwünscht ist. Durch ihre frühe Fruktifikation sowie ihre Fähigkeit zum
Stockausschlag ist sie aber nicht mehr in den Griff zu bekommen. Als
allgemeines Vorgehen beschrieb Herr Reis eine Bodenbearbeitung mit einem
Pflug (flächige Befahrung!), was aber in nicht allen Fällen zum Erfolg
führt. Eine Kalkung, welche die Verjüngung mit Sicherheit fördern würde,
wird aus Kostengründen abgelehnt.
Insgesamt gesehen wirkt der neuartige Waldbau nicht wie eine Fortführung
des Dauerwaldprinzips nach von Kalitsch, sonder eher wie eine Wiederholung
der Fehler der Vergangenheit. Auf Grund der Reviergröße, der hohen
Wilddichte, des geringen Personals und der schlechten Finanzlage sind
viele Maßnahmen einfach nicht realisierbar.
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Tag 3: Mitwoch, 23.05.2007, Nachmittags
Protokollanten: Dorothee Bock, Heiko Schulz, Fritz
Weber
Nach dem Mittagessen
(Kesselgulasch und Salat) an einem Pavillon erzählte uns Herr Reis von
seinen Plänen, neben dem schon vorhandenen Märchenpfad auf einer nahe
gelegenen 1,5 ha großen Waldfläche eine „lebendige Karte“ (Umrisse der
Bundesrepublik) anzulegen. Dies soll in Zusammenarbeit mit dem Naturpark
Fläming geschehen.
Dann folgten vier
Waldbilder:
1.
Waldbild
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Hier handelt sich nicht um ein
Waldbild im klassischen Sinne, wir befanden uns nämlich auf einer ca.
20 ha (geschätzt) großen von Sturm Kyrill geworfenen Fläche. Die
Fläche beeindruckte durch ihre Größe. Das Sturmholz (Waldkiefer,
Pinus sylvestris L.) wurde durch einen Harvester aufgearbeitet und
das Holz durch den Forwarder gerückt. Die Räumung der Fläche erfolgte
nicht wie am Vormittag gesehen durch herausreißen der Stöcke mit
einem Raupenbagger und Abfahren der Stöcke sowie des Schlagabraums
durch LKWs, sondern mit Hilfe eines so genannten Bündlers der Firma
John Deere. |
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Das ist ein Forwarder,
der anstatt eines Rungenkorbes ein Bündelaggregat besitzt. Dort wird der
Schlagabraum durch den Kran auf einen Tisch gelegt, dann zu einem Bündel
gepresst und mit Plastikschnüren umwickelt. Die Bündel werden auf der
anderen Seite abgelegt. Anschließend werden diese vom Forwarder an der
Waldstrasse gepoltert. Von dort gelangen sie per Lkw ins
Blockheizkraftwerk, wo sie gehäckselt und verheizt werden. Die Bündel sind
drei Meter lang, haben ca. einen halben Meter Durchmesser und einen Inhalt
von 0,85 Fm. Die John Deere Maschine erreicht eine Leistung von 80 - 100
Bündel in acht Stunden. Das Bund kostet den Forstbetrieb 10,50€,
demgegenüber steht ein Ertrag von 24€. Allerdings muss ein Forstwirt die
Maschine bei ihrer Arbeit unterstützen und es muss bei der Aufarbeitung
auf eine Mindestlänge der Kronen geachtet werden, da die Bündel sonst
auseinander brechen würden.
Im Weiteren wurde diese moderne Form der Streunutzung auf dem bereits
jetzt sehr armen Boden diskutiert. Diese Art der Schlagabraumbeseitigung ist eine
gute und auch kostengünstige Variante, bei der einige Biomasse auf der
Fläche verbleibt und nicht flächig befahren wird. Für eine anschließende
Pflanzung ist die Beseitigung des Abraums unerlässlich. Außerdem wurden
die möglichen Baumarten bei der für 2008 geplanten Pflanzung besprochen,
wobei Herr Reis verdeutlichte, dass auf diesem armen Standort in der
Kahlschlagssituation nur die Kiefernpflanzung möglich ist.
2.
Waldbild
Ein Aufatmen erfasste
die Runde, besonders Herr Ruge war erleichtert: Wir wechseln die Baumart!
In diesem Waldbild liegen andere geologische, klimatische und
geschichtliche Vorraussetzungen zu Grunde, als beim vorherigen Waldbild.
Dies bedingt einen nährstoffreicheren und frischeren Standort mit anderen
Baumarten (Traubeneiche, Quercus petraea (Mattuschka) Liebl. und Rotbuche, Fagus
sylvatica L.).
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Standortsbeschreibung:
Es handelt sich um einen ca. 80-100jähriges, einzel- bis
truppweise gemischtes, zweischichtiges (mit schwach ausgeprägter
Mittelschicht) Traubeneichen-Rotbuchen Baumholz mit einzeln
eingesprengter Kiefer. Die Kronen der Eichen sind hochgeschoben
(Kronenprozent zwischen 20-30%) und werden von den Rotbuchen
beeinträchtigt. Dies gilt logischerweise nicht für die Rotbuchen
selbst. |
Bestandesgeschichte:
Eine misslungene Buchennaturverjüngung wurde mit Traubeneiche und Kiefer
ausgepflanzt. Als Ziel der Forsteinrichtung ist ein
Traubeneichen-Rotbuchen-Mischbestand formuliert. Die Teilnehmer der
Exkursion waren sich einig, dass dies im Moment mit großem Arbeitsaufwand
verbunden ist, da die Buche der Traubeneiche im Kronenraum das Licht nimmt. Auch wurden die tatsächlichen mit den geplanten
Entnahmesätzen verglichen und festgestellt, dass sich in diesem Fall die
Forsteinrichtung die zu entnehmenden Mengen gründlich unterschätzt hatte.
Der Bestand ist Teil eines 530 ha großen FFH-Gebietes, das als Hainsimsen-Buchenwald kartiert ist. Herr Luick erklärte die Systematik und
die Ausweisung von FFH-Gebieten. Es wurde über die Wildproblematik und die
Jagd im Revier Hoher Fläming diskutiert. Vorkommende Wildarten sind:
Dammwild, Rehwild, Schwarzwild und selten ziehendes Rotwild. Probleme
bereiten Waschbär und Marderhund.
3.
Waldbild
Beim Aussteigen aus
dem Bus stolperten wir über ein Buchenpolter mit starkem Stammholz. Herr
Reis erklärte uns, dass die faulen und rotkernigen Buchen an einen
Hersteller für Gestellware verkauft sind. Dieser stellt das Innenleben von
Polstermöbeln her. Er beurteilte diesen Markt als sehr zukunftsfähig.
Anschließend begaben wir uns in den dahinter liegenden Bestand.
Strandortsbeschreibung:
Es handelt sich um einen einschichtigen 150-200 jährigen
Buchenhallenbestand mit einzeln beigemischten Traubeneichen im
Totalreservat. In einem Totalreservat erfolgt keine forstwirtschaftliche
Nutzung. Der Naturschutz verfolgt in diesem Bestand das langfristige Ziel
eines Buchen-Eichen-Mischwaldes. Allen Exkursionsteilnehmern war klar,
dass dies ohne forstwirtschaftliche Maßnahmen nicht möglich ist. Dies tut
der Schönheit und weltweiten Einzigartigkeit solcher Bestände jedoch
keinen Abbruch. Ca. 50m hinter uns sahen wir eine gesicherte
Eichenpflanzung hinter Zaun. So stellt sich die einzige Möglichkeit der
Beibehaltung von Eiche in Buchenmischbeständen bei hohem Wildbestand dar.
4.
Waldbild/Schwappachfläche
Herr Prof. Schwappach
war Ertragskundler an der forstlichen Hochschule in Eberswalde und legte
die Fläche im Jahre 1900 an. Sie ist 0,5 ha groß und wird seit 1913
regelmäßig ertragskundlich untersucht.
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Standortsbeschreibung:
Es handelt sich um ein 200-300 jähriges Eichen-Buchen-Altholz auf
einem 2K-Standort. Nach sachsen-anhaltinischer Standortskartierung
steht „2“ für einen frischen Standort (1-sehr frisch und 5-sehr
trocken) und „K“ für „kräftig“ (zweite Stufe von fünf). Es handelt
sich um einen Sandlehm mit hohem Schluffanteil. Herr Irslinger
erklärte uns die enorme Wasserspeicherkapazität dieses Standortes. Sie
wurde von ihm auf 240l pro m³ geschätzt. Bei einer angenommenen
Durchwurzelungstiefe und einem Wasserverbrauch des Bestandes von 3l am
Tag ist trotz relativ geringem Niederschlag eine sehr gute
Wasserversorgung gewährleistet. Dies erklärt auch die folgenden
ertragskundlichen Daten des Bestandes: |
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Die Aufnahmen in den
Jahren 1950 und 2002 ergaben folgende Ergebnisse:
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Eiche |
Buche |
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Alter 2002 |
300
Jahre |
200
Jahre |
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Mittelhöhe 1950 |
34 m |
23 m |
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Mittelhöhe 2002 |
38,7 m |
37 m |
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Differenz |
4,7 m |
14 m |
Summe: |
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Vorrat 2002 |
537
Vfm |
467
Vfm |
1013 Vfm |
Das plötzliche
Ansteigen des Höhenwachstums noch in fortgeschrittenem Alter erklärt sich
nach Vermutung von Herrn Irslinger durch die erhöhten Stickstoffeinträge
nach 1960. Dass der Effekt bei der Buche wesentlich stärker ausgeprägt
ist, beweist die hohe Plastizität der Buche noch in hohem Alter. Auf
dieser Fläche wurde ein alter Baum durch Sturm geworfen und es ist eine
Lücke entstanden, die sofort durch Buchennaturverjüngung geschlossen
wurde. Dies allerdings gelang nur im Zaun. Durch Rändeln des
Verjüngungskegels nach Westen (Sonnenbrand bei Buche und Wind) ab der
Abrückscheide kann die gesamte Fläche verjüngt werden.
Die Jagdlust einiger Studenten wurde durch zwei Stück Rehwild (Bock und
Schmalreh) geweckt.
Alle Exkursionsteilnehmer waren von den unerwarteten Höhen der Bäume
beeindruckt und drückten ihren Dank durch kräftigen Applaus für Herrn Reis
aus.
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