![]() Jugendherberge Wischehof |
Gegen 6:00 Uhr traten wir unsere Reise nach Mecklenburg-Vorpommern an. Wir starteten an der FH für Forstwirtschaft mit dem Rottenburger Busunternehmen „Hartmann“. Nach einer etwa zehnstündigen Reise kamen wir gegen 16:00 Uhr ohne Zwischenfälle in unserer ersten Unterkunft, der Jugendherberge „Wischehof“ in Wootz an.
Wootz liegt im Dreiländereck: Niedersachsen, Brandenburg, Mecklenburg Vorpommern; an der Elbe, westlich von Wittenberge. Wootz war in der DDR ein typisches Grenzdorf am Elbdeich, was soviel bedeutete, dass die Menschen während dieser Zeit nie auf die Grenze, den Elbdeich konnten. Ebenso wurde das Dorf entvölkert. Häuser in der Sperrzone wurden abgerissen, junge Menschen wurden aus der Gegend deportiert, Leitern, usw. wurden verboten. Auch konnte niemand in die Gegend ziehen, was zur Folge hatte, dass in Wootz hauptsächlich alte Menschen zurückblieben, und die Landschaft Landschaftsentwicklung auf dem Stand wie er zu Beginn der DDR war, verharrte. Einziger Arbeitgeber in Wootz war die LPG (landwirtschaftliche Produktionsgemeinschaft). Dies alles brachte auch Probleme für die heutige Zeit mit sich. Dadurch, dass an Wootz die Entwicklung lange Zeit vorbeiging, die Altersstruktur immer schlechter wurde und die Bildung neuer Infrastrukturen ausblieb, ist diese Gegend uninteressant geworden. Wootz hat lediglich seine schöne Umgebung und eine Kapelle aus dem 13. Jahrhundert zu bieten. Über „sanften“ Tourismus wird nun versucht Besucher zu gewinnen, um die Gegend etwas bekannter zu machen. Die Jugendherberge war mal eine Schule und gehört der Gemeindeverwaltung. Sie wird ehrenamtlich betreut. Nachdem Beziehen der Zimmer und einer kleinen Ansprache von unseren Professoren, Herrn Luick, Herrn Irslinger und Herrn Ruge, bezüglich der anstehenden Exkursionswoche verbrachten wir einen gemütlichen Grillabend an der Jugendherberge, unterbrochen von einer Besichtigung der 700 Jahre alten Kapelle von Wootz und einem Spaziergang auf den Elbdeich, der im 19. Jahrhundert von eigens dafür engagierten Holländern erbaut wurde. Unser Weg dorthin führte vorbei an zahlreichen Froschtümpeln, Storchennestern und Eichenhölzern, deren genetische Besonderheit darin besteht, dass sie anstehende Nässe gut ertragen können; eine besondere Eigenschaft, die bis in die heutige Zeit erhalten blieb.
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Grillabend |
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Kopfweide bei Wootz |